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Judofreizeit in Inzell 2015

Auch im Mai diesen Jahres war es wieder soweit. Am 23. Mai machte sich die Judoabteilung des TV1848 Schwabachs auf ins BLSV Sportcamp Inzell, um eine Woche intensiv zu trainieren und vielleicht sogar einen neuen Gürtel zu erwerben.

Am Samstag Morgen fanden sich also 18 aufgedrehte Kids (Patrick konnte als 19ter seine Reise leider aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten) und 3 engagierte Trainer an der Bushaltestelle vorm Verein ein, um mit unserem Reisebus die Straßen unsicher zu machen.
Um 14 Uhr erreichten wir dann also endlich das Sportcamp und die kleinen und großen Judoka bezogen alsbald ihre Hütten und wurden über diverse Verhaltensregeln und dergleichen informiert, bevor es dann um 18 Uhr zum Essen ging.
Um halb acht fand das erste gemeinsame Training statt, um noch ein wenig Dampf abzulassen und um zehn verkrochen sich die Kids nach einem langen Tag in ihren Betten.

Am 24.05. war gleich nach dem Frühstück um neun Uhr die Kletterhalle reserviert und ab 10.30 Uhr boten die Trainer eine freiwillige Trainingseinheit an, besonders für die, die im Laufe der Woche ihre Gürtel machen wollten.
Nach Mittagessen und –pause ging es dann nochmals weiter mit zwei Stunden Judo-Training und am Abend noch eine Stunde Hallenfußball.

Der Montag kündigte sich mit noch mehr Wolken an, als bisher eh schon am Himmel standen und das Wetter war nass und kalt, was die erwarteten Pool-Gänge schon mal unwahrscheinlicher werden lies. Am Vormittag war wieder ein freies Training angesetzt und am Nachmittag hatte Jochen eine kleine Überraschung für uns im Gepäck. Getarnt als „extreme“ Gymnastik lies er die 18 nichts-ahnenden Jünglinge so lange verschiedene Übungen machen, bis man glauben konnte, es lägen 18 Tote auf der Matte.
Natürlich war der 4-tägige höllische Muskelkater, der das Aufstehen in allen Fällen mehr als erschwerte, inklusive.
Nach dem Abendessen war dann noch Disco, die aber an diesem Tag schwach besucht war.

Der Dienstag stand unterm Zeichen des „Spieles ohne Grenzen“, das nach dem Abendessen stattfinden sollte, und bei dem sich alle anwesenden Gruppen und Vereine bei einer Auswahl an verschiedenen Stationen messen konnten. Also machte sich auch die Judoabteilung Schwabach, nachdem sie vormittags und nachmittags schon beim allgemeinen Training ihre Muskeln gestärkt hatte, auf in den Kampf.

Am 27. war ein besonderes Trainingsprogramm auf den Vormittag gelegt. Die Judoka sollten heute von dem Taekwondo-Verein, der auch zugegen war, lernen und umgekehrt. Nachdem also die Taekwondoler ihre ersten Wurf- und Festhalteversuche gemacht hatten, wurde den Judoka gezeigt, wie man tritt und schlägt.
Es war eine sehr motivierende Erfahrung, bei der allen Kampfsportlern klar wurde, dass es eigentlich keine Grenzen zwischen den verschiedenen Ausprägungen des Kampfsportes gibt, sondern dass alles irgendwie verbunden ist und aufeinander aufbaut.
Nach dem Mittagessen und dem darauf folgenden freien Training, wartete nun Air-Tramp auf die Kids. Dabei handelt es sich um ein riesiges dickes Luftkissen, auf das man sich in Quadrat-Formation legt, um dann einen gigantischen luftgefüllten Ball, der aussieht wie die Erdkugel, mit den Füßen herum zu kicken.
Und wer da noch nicht auf seine Kosten gekommen war, der tat dies spätestens bei unserer nächsten Station, dem „Rhön-Rad-Fahren“. Die Judoka werden in menschengroße „Hamsterräder“ eingespannt und dürfen durch die Halle rollen. Hierbei ist auch für jede Körpergröße oder Geschwindigkeitsvorstellung etwas dabei und so konnte man, nach einigen skeptischen anfänglichen Bemerkungen, bald die Kids vor Aufregung und Freude kreischend durch die Halle rollern sehen.

Am Donnerstag Mittag marschierten wir alle, nachdem wir vormittags trainiert und Volleyball gespielt hatten, nach Inzell zum Minigolfen. Heute war der Tag ganz plötzlich ziemlich heiß geworden und machte uns nun, als genaues Gegenteil zu den vorherigen Tagen, fertig, während wir die Landstraßen hinab liefen. Als Belohnung für den Marsch durften alle, als wir wieder im Camp waren eine Runde in den Pool hüpfen.
Nach dem Abendessen wurden dann die Sieger des Spieles ohne Grenzen verkündet, doch leider konnte sich unsere Mannschaft hier nur den 10ten Platz erkämpfen. Danach folgte noch ein abendliches Training und alle fielen wieder erschöpft in die Kissen.

Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes war wieder etwas Neues geplant, nämlich das sogenannte „Teamspiel“, bei dem man, laut unserer Veranstalterin, 100% Überzeugung, Wille und Konzentration brauchte, um es zu lösen. Bei der ersten Aufgabe mussten sich alle Judoka der Größe sortiert auf zwei nebeneinander aufgestellte Langbänke stellen und nun genau in anderer Reihenfolge neu sortieren, also da wo anfangs der kleinste stand, muss jetzt der Größte hin. Dabei darf niemand von der Bank fallen oder steigen. Wenn es doch passiert, muss die ganze Gruppe von vorn starten. Nach einigen wenigen Versuchen konnten die Judokas das mit Bravur lösen und so kamen wir zur zweiten Aufgabe. Hier sollen sich alle Kids auf eine 1,5x1,5m Decke stellen und dann die Decke umdrehen. Auch das meisterten die Judoka gut. Zuletzt war die Anweisung, dass alle auf der Decke stehen sollten und 32 Bodenkontakte (also z.B. 32 Füße) haben dürften.
Die Anzahl der Bodenkontakte wurde nacheinander immer niedriger gemacht, bis die 16 Teilnehmer bei 7 Bodenkontakten angekommen waren und auch diese Aufgabe schafften.
Darauffolgend war ein Judo-Training angesetzt, in dessen Verlauf die letzten Prüfungen abgehalten wurden.
Alle angetretenen Judokas konnten sich danach über eine neue Gürtelfarbe freuen.

Nach dem Mittagessen versammelten wir uns vorm Haupthaus, diesmal ging es zum Fußballgolf, was so ähnlich ist wie Golf, nur dass man statt eines Schlägers sein Bein nimmt und der „Golfball“ ein Fußball ist. Das schwüle Wetter machte viele Kids etwas matt, aber wir schafften es dennoch die 16 Stationen durch zu golfen, bevor wir heimkehrten und alle nochmal in den Pool hüpften. Im Anschluss wurde die Judomatten wieder an ihren ursprünglichen Platz zu geschafft.
Das Abendessen noch verdauend, schwangen sich die Kids dann auf, noch eine letzte Partie Fußball zu spielen.

Am Samstag, den 30.05. begann dann nach dem Frühstück die Hüttenabnahme und um halb zehn fuhren wir los gen Heimat.
Um Viertel vor 2 erreichten wir dann Schwabach und die Judoka verabschiedeten sich voneinander.

Alles in Allem war es eine lehrreiche und spaßige Zeit, die von viel Teamgeist und Sportlichkeit geprägt war. Obwohl wir uns nun über neue Gürtelstufen und neu erlernte Techniken freuen dürfen, ist der Weg noch lange nicht am Ende, ganz im Gegenteil.
Die ewige Suche nach der Effektivität und Perfektion unserer Techniken ist genau das, was uns auf unserem sanften Weg antreibt.

Sabrina Stehlik

Bilder: Alle Bilder der Judofreizeit könnt Ihr unter folgendem Link anschauen und herunterladen: http://www.tv1848schwabach.de/fotogalerie/judo/2015-judo-freizeit-inzell
bzw. in Dropbox: https://www.dropbox.com/sh/g54coegjpb60dil/AADj-WOKaLcbLVxKYpPV-5W0a?dl=0

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