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Ein fast perfektes Wochenende Bericht 02./03.11.2019

Schwabacher Damen feiern Sieg beim Heimturnier – Herren verlieren Finale gegen Titelverteidiger Bolovec

Zum ersten Mal seit 2014 gewann am vergangenen Wochenende wieder eine Mannschaft des TV48 das Internationale Schwabacher Hallenhockeyturnier. Bei der 36. Auflage siegten die Schwabacher Damen im Endspiel gegen den HC 1972 Rakovnik mit 2:1. Die Herren des TV48 mussten sich dagegen wie schon in den vergangenen beiden Jahren im Finale geschlagen geben. Erneut jubelten die Herren des Titelverteidigers HC 1970 Bolovec nach einem 6:3-Erfolg über den Turniersieg.

Sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren war das Teilnehmerfeld beim Schwabacher Hallenhockey-Turnier einmal mehr stark besetzt: In diesem Jahr nahmen sogar je drei Teams aus der tschechischen Republik teil. Noch dazu spielten Regionalliga-Teams wie beispielsweise TuS Obermenzing oder dem ASV München um den Pokal der Raiffeisenbank bei den Herren und den Pokal der Sparkasse in der Damenkonkurrenz. Gespielt wurde in zwei Fünfergruppen im Modus Jeder gegen Jeden und jeweils der Gruppenerste qualifizierte sich für die Finalbegegnungen am Sonntagmittag.

Starke Gruppenphase

Die Herren des TV48 begannen am Samstagmorgen gegen des ESV Dresden. Die Defensive der Gastgeber stand über die komplette Spielzeit von 40 Minuten stabil und ließ kaum Möglichkeiten für die Sachsen zu. Tim Distler brachte Schwabach in der 1. Halbzeit mit 1:0 in Führung, sein älterer Bruder Nick erhöhte im zweiten Abschnitt noch zum 2:0-Endstand. Auch im nächsten Gruppenspiel agierte man druckvoll aus einer gut sortierten Verteidigung heraus. In der Partie gegen den tschechischen Vertreter aus Pilsen stimmte auch die Chancenverwertung. Am Ende stand ein deutlicher 7:1-Sieg zu Buche. Das erste Highlight sollte bereits in der letzten Gruppenbegegnung des Tages am Samstagabend in der vollbesetzten Hans-Hocheder-Halle auf die Schwabacher warten. Gegner war der Regionalligist und Turniermitfavorit ASV München, der zuvor schon TuS Obermenzing mit 7:1 bezwungen hatte. Der ASV drückte den TV48 von Beginn an tief in die eigene Hälfte, doch erneut stand die Hintermannschaft so stabil, dass sich auch der ASV nur wenige klare Torchancen erspielte. Die wenigen Abschlüsse entschärfte Schwabachs Torhüter Tim Mierlein souverän. Auch in der Offensive schaffte man es immer wieder gefährliche Akzente zu setzen. In der 18. Minute stellte Nick Distler den Spielstand auf 1:0. Auch in der 2. Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Schwabach verteidigte alle Angriffe der Münchner bravurös und erhöhte nach einem Konterangriff durch Jan-Lasse Sappelt auf 2:0. Die Stimmung in der Halle hatte zu diesem Zeitpunkt schon etwas von einem vorgezogenen Finale. In der Schlussphase traf man durch Distler sogar noch zum 3:0-Endstand. Am Sonntagmorgen ging es im letzten Gruppenspiel noch gegen TuS Obermenzing. Erneut entwickelte sich eine packende Partie. Distler und Sappelt brachten den TV48 zweimal in Front, doch Obermenzing glich jeweils aus. So stand es bis zur vorletzten Minute 2:2, ehe Marc Trautvetter den 3:2-Siegtreffer erzielte. Durch den vierten Erfolg im vierten Spiel zogen die Schwabacher als souveräner Tabellenführer in das Finale ein. In der anderen Gruppe machten der HTC Würzburg, der HC 1972 Rakovnik und der HC 1970 Bolovec den zweiten Finalteilnehmer unter sich aus. Nach vier Spielen standen die drei Teams bei neun Punkten, wodurch das bessere Torverhältnis für Bolovec den Ausschlag gab und den tschechischen Vertreter in das Finale brachte.

Totaler Blackout

Den Beginn des Finales um den Pokal der Raiffeisenbank verschliefen die 48er allerdings komplett. In den ersten vier Spielminuten traf Bolovec im Minutentakt. So perfekt die Schwabacher Defensive im Verlauf des Turniers verteidigte, so schläfrig wirkte sie nun in der Anfangsphase des Endspiels. Erst nach dem 0:4 kam man besser in die Partie und verkürzte durch eine Strafecke von Nick Distler auf 1:4. Doch noch vor der Pause erzielte der Titelverteidiger aus der Tschechischen Republik das 5:1. Mit dem Rücken zur Wand versuchte Schwabach im zweiten Abschnitt nochmals alles und wurde belohnt. Erst traf Benjamin Gräb zum 5:2, dann brachte Distler sein Team sogar bis auf zwei Tore auf 5:3 heran. In den letzten acht Minuten nahm Schwabach den Torhüter vom Feld, um in Überzahl noch näher zu kommen, doch in der 36. Minute erzielte Bolovec den 6:3-Endstand. Wie schon im Vorjahr bekamen also die tschechischen Gäste den Pokal der Raiffeisenbank überreicht. Zuletzt schaffte es der SB DJK Rosenheim im Jahr 2012 seinen Titel zu verteidigen.

Start nach Maß

Auch die Schwabacher Damen zeigten von Beginn an eine starke Leistung beim Heimturnier. Gleich im ersten Spiel feierten die Gastgeberinnen einen 9:0-Kantersieg gegen den HTC Würzburg. Tea Damjanovic (3), Christin Schöne, Julia Pfeiffer (je 2), Alexandra Schwarz und Victoria Vockentanz waren die Torschützinnen in der einseitigen Partie. Auch im zweiten Spiel startete man furios und führte durch Treffer von Christina Krick (2), Hannah Brandl, Vockentanz und Schwarz mit 5:0 gegen die Damen aus Pilsen. Doch in der 2. Halbzeit schlichen sich immer mehr kleinere Fehler in das Aufbauspiel der Schwabacherinnen ein und so kamen die Tschechinnen noch bis auf 5:4 heran. Am Ende sollte es dennoch zum knappen Erfolg reichen. Das dritte und letzte Spiel des Tages war dann wieder eine klare Angelegenheit: Gegen die Damen der HG Nürnberg führte Schwabach durch zwei Tore von Pfeiffer bereits nach wenigen Augenblicken mit 2:0. In der 4. Minute traf Vockentanz zum 3:0 und in der 7. Minute erhöhte abermals Pfeiffer auf 4:0. Erst jetzt ließen es die Gastgeberinnen etwas ruhiger angehenen, kontrollierten aber dennoch weiterhin die Partie. Im zweiten Abschnitt erzielten Krick und Brandl noch die Tore zum 6:0-Endstand. Am Sonntag stand für den TV48 noch das abschließende Gruppenspiel gegen den HC Heidelberg an. Es entwickelte sich eine enge erste Hälfte. Schwabach hatte mehr Spielanteile, doch auch Heidelberg hatte gute Gelegenheiten. Zwar führte man durch Tore von Schwarz und Damjanovic mit 2:0, doch noch vor der Halbzeitpause stellte der HCH den 2:1-Anschluss her. Im zweiten Durchgang benötigte Schwabach nur vier Minuten um klare Verhältnisse herzustellen. Nochmal Damjanovic und zweimal Pfeiffer bauten den Vorsprung auf 5:1 aus. Dabei blieb es auch bis zur Schlusssirene. Somit qualifizierten sich die Schwabacher Damen ebenfalls ohne Punktverlust für das Endspiel. Dort warteten die Damen des HC 1972 Rakovnik, die sich in der Parallelgruppe mit zehn Zählern aufgrund des besseren Torverhältnisses gegen den punktgleichen HLC Rot-Weiss München durchsetzten.

Spannung pur

In der vollbesetzten Hans-Hocheder-Halle agierten beide Teams zunächst auf Augenhöhe. Schwabach erhöhte jedoch mit fortlaufender Spieldauer den Druck auf das Tor der Tschechinnen und wurde belohnt: In der 9. Minute erzielte Damjanovic das 1:0. Bis zum Ende der ersten Halbzeit hätten die Gastgeberinnen die Führung sogar noch ausbauen müssen, doch Chance um Chance wurde vergeben. So blieb es bis zur Pause beim knappen Vorsprung. Auch im zweiten Durchgang wirkte Schwabach frischer und konzentrierter. Dennoch musste Stefanie Bruckdorfer, Torhüterin des TV48 ebenfalls ein ums andere Mal ihre Klasse zeigen und hielt ihren Kasten sauber. Vier Minuten vor dem Ende stellte erneut Damjanovic den Spielstand auf 2:0. Durch eine Strafecke in der letzten Minute kam Rakovnik nochmals auf 2:1 heran, doch am Ende sollte es für Schwabach zum verdienten Turniersieg reichen. Zum ersten Mal seit 2014 gewann also eine Mannschaft des TV48 wieder das eigene Hallenturnier. Bei der Siegerehrung bekamen die Schwabacher Damen noch den Pokal der Sparkasse überreicht und ließen sich von den zahlreichen Zuschauern feiern.

Respektable Reserve

Auch die 2. Mannschaften der Hockeyabteilung waren im Einsatz. Gegen deutlich höherklassige Mannschaften zeigte man sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren respektable Leistungen. Zwar verloren die 2. Herren ihre Spiele gegen Würzburg, Rot-Weiss München, Rakovnik und den späteren Sieger Bolovec, doch lange Zeit hielten die 48er in den Partien auch gut mit. Die 2. Damen verbuchten beim 6:4-Sieg am Samstagabend gegen den ESV Dresden sogar einen starken Achtungserfolg und landeten auf dem vierten Rang in ihrer Gruppe. Auch gegen die Münchner Teams Rot-Weiss und Obermenzing verlor man nur knapp mit 1:3.

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