Endlich zurück in der Regionalliga Bericht 03.02.2018

Verfasst von Karl-Heinz Probst am .

Endlich zurück in der Regionalliga Bericht 03.02.2018

Die Hockey-Herren des TV48 Schwabach haben es geschafft: Durch ein hart umkämpftes 5:5 (1:4) beim Auswärtsspiel in Rosenheim, gelang den Schwabachern aufgrund eines Patzers des Nürnberger HTC der vorzeitige Aufstieg. Einen Spieltag vor Saisonende können die 48er nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden und nach mehrjähriger Abstinenz geht es nun zurück in die 2. Regionalliga. Das gelungene Wochenende für die Hockeyabteilung rundeten die 1. Damen mit einem deutlichen 8:0-Heimsieg über Wacker München 2 ab. Die 2. Damen verloren ihr Auswärtsspiel in Bayreuth dagegen mit 0:5.

Am vergangenen Samstag stand für die 1. Herren des TV48 Schwabach der vorletzte Spieltag an. Im Auswärtsspiel beim SB DJK Rosenheim ging es in erster Linie darum, die Weichen für das Aufeinandertreffen am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten, den Nürnberger HTC zu stellen. Doch das 5:5-Unentschieden in Rosenheim sollte genügen, um das Punktepolster auf uneinholbare vier Zähler auszubauen, denn der Nürnberger HTC unterlag im Parallelspiel Rot-Weiß München mit 4:2. Für den TV48 geht es damit ab der nächsten Hallenrunde wieder in der 2. Regionalliga um Punkte.

Wie die ganze Saison war auch das Spiel in Rosenheim über die komplette Dauer hart umkämpft. Bereits wenige Sekunden nach Spielbeginn trafen die Gastgeber zum 1:0. Nur eine Minute später vergaben die Rosenheimer eine Strafecke zum möglichen 2:0. Nach dieser Anfangsphase wirkten die Schwabacher geschockt und immer wieder schlichen sich Fehler im Spielaufbau ein. Rosenheim nutzte das eiskalt aus. Durch einen Konter und einen Siebenmeter stand es nach 16 Minuten bereits 3:0 für die Gastgeber. Erst nach und nach befreiten sich die Gäste und kamen zu eigenen Chancen. Per Strafecke verkürzte Nils Hitzinger in der 20. Minute auf 3:1. Doch die Freude währte nur kurz. Ebenfalls per Strafecke traf der Tabellendritte aus Rosenheim zum 4:1. Mit diesem Ergebnis ging es für beide Mannschaften auch in die Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt sollte den Schwabachern jedoch eine famose Aufholjagd gelingen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff verkürzte Luca Schneider auf 4:2. Schwabach zeigte nun, dass es zurecht an der Spitze der Tabelle steht und erspielte sich etliche erstklassige Möglichkeiten. In der 41. Minute führte eine Strafecke zu einem Siebenmeter, den Marc Trautvetter souverän zum 4:3-Anschlusstreffer verwandelte. Zwei Minuten später klärte Tim Distler eine der seltenen Rosenheimer Chancen auf der Linie und hielt sein Team im Spiel. In der 53. Minute glich erneut Schneider zum 4:4 aus und nur eine Minute später sorgte eine Strafecke von Benedikt Runte sogar für die Schwabacher Führung. Doch das 5:4 sollte nicht bis zum Spielende halten. Drei Minuten vor dem Abpfiff glichen die Gastgeber zum 5:5-Endstand aus. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass dieser eine Punkt entscheidend sein sollte. Erst auf dem Heimweg sickerten die Nachrichten über die Niederlage des Nürnberger HTC durch und so stand der spontanen Aufstiegsfeier nichts mehr im Wege.

Für die Schwabacher ist es nach mehreren Jahren Oberliga ein großer Erfolg zumindest im Hallenhockey wieder in der 2. Regionalliga zu spielen. Die perfekte Mischung aus Erfahrung und starken Jugendspielern war über die komplette Spielzeit der Schlüssel zum verdienten Aufstieg. Erst in drei Wochen geht die Hallensaison nun mit dem Spiel gegen den Nürnberger HTC zu Ende. Den Aufstieg in die 2. Regionalliga kann den 48ern jedoch niemand mehr nehmen.

Ebenfalls der vorletzte Oberliga-Spieltag stand für die 1. Damen an. Nach dem 11:1 gegen Fürth am letzten Wochenende, zeigten die Schwabacherinnen auch im Heimspiel gegen Wacker München 2 Torhunger. Mit 8:0 schickten die Gastgeber die Damen aus der Landeshauptstadt wieder nach Hause und sind damit nicht mehr vom dritten Platz zu verdrängen.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams erst einmal ein wenig ab. Chancen blieben lange Zeit Mangelware. Erst zur Mitte der ersten Halbzeit zog Schwabach das Tempo an und wurde auch gleich belohnt. Nach einem Pass von Christina Krick vollendete Melissa Knappke in der 19. Minute zum 1:0. Nur drei Minuten später scheiterte Victoria Vockentanz nach einer Strafecke am Pfosten. Doch Schwabach blieb weiter am Drücker. Innerhalb kürzester Zeit erhöhten Rebekka Schmidt und Judith Steiner noch vor der Halbzeit auf 3:0.

In den zweiten Spielabschnitt starteten die Schwabacherinnen nochmals druckvoller und drängten den Gegner von Beginn an in die eigene Hälfte. In der 37. Minute verwandelte Steiner eine Strafecke zum 4:0. Durch einen Doppelpack von Hannah Brandl schraubte Schwabach das Ergebnis bis zur 45. Minute auf 6:0 in die Höhe. Wacker München blieb in der zweiten Halbzeit komplett überfordert und so erhöhte Vockentanz kurz vor dem Ende durch zwei Strafecken-Tore sogar noch auf 8:0.

Durch diesen verdienten Heimsieg sind die Damen des TV48 nicht mehr vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen. In drei Wochen soll die Saison mit einem erneuten Sieg gegen den HTC Würzburg erfolgreich beendet werden.

Mit einer deutlichen Niederlage beendeten dagegen Schwabachs 2. Damen ihre Hallensaison in der 1. Verbandsliga. Beim Auswärtsspiel in Bayreuth kassierte man eine 0:5-Pleite und blieb so auf dem vierten Rang in der Tabelle. Zwar hielt man im ersten Abschnitt noch ordentlich mit, doch aufgrund einer mangelnden Chancenverwertung, ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit schlichen sich zu viele leichte Fehler und so setzte es am Ende eine verdiente Niederlage gegen die Damen des Bayreuther TS.

Für die weibliche Jugend B der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach war bereits die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft ein großer Erfolg. Beim Turnier am Samstag in Nürnberg konnte man keine Überraschung mehr hinzufügen, sondern verlor alle drei Spiele und musste sich mit dem vierten Platz begnügen.

Wieder war das Schwabacher Team krankheitsbedingt geschwächt, da mit Franziska Schwarz eine wichtige Spielerin ausfiel. Im Auftaktspiel gegen den nordbayerischen Meister HG Nürnberg verschliefen die 48erinnen die ersten Minuten und wurden dafür gleich mit zwei Gegentreffern bestraft. Dies wirkte wie ein Weckruf, die Schwabacherinnen spielten jetzt sehr konzentriert und motiviert. Alle weiteren Chancen der Nürnbergerinnen wurden vereitelt, wobei sich Torhüterin Lara Bogner besonders auszeichnete. Auch eine Reihe eigener Chancen konnte man insbesondere in der zweiten Halbzeit erspielen, jedoch ebenfalls ohne Torerfolg, so dass es bis zum Ende beim 0:2 blieb.

Gegen den südbayerischen Meister (und amtierenden deutschen Feldmeister) ESV München hatte man kaum eine Chance, da er spielerisch klar besser war. Allerdings machte man es dem Gegner auch sehr leicht, da man wieder sehr unkonzentriert startete und so schon zur Pause mit 0:4 hinten lag. Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht viel besser, die 48erinnen kassierten vier weitere Treffer und konnten ihre eigenen (wenigen) Chancen nicht nutzen.

Zuletzt trat man gegen den späteren Meister Münchner SC an und das Spiel verlief ähnlich wie die ersten beiden, sprich der Gegner konnte wieder früh in Führung gehen. Defensiv steigerten sich die Turnerinnen im Laufe der ersten Halbzeit, so dass es zur Pause nur 0:2 stand. Nach dem Seitenwechsel gab es auch nach vorne gute Szenen und eine Reihe vielversprechender Chancen, die aber alle nicht genutzt wurden. Auf der anderen Seite machte auch der MSC weiter Druck und erzielte noch einen Treffer zum 0:3-Endstand. Ohne die Schwächephasen zu Beginn der Spiele wäre insgesamt sicher mehr drin gewesen als der vierte Platz, verkaufte man sich doch in den übrigen Phasen weitgehend sehr gut.

Es spielten: Alissa Herzog, Anna Fischer, Christin Schöne, Jaqueline Weber, Lara Bogner, Lea Schmidt, Nele Wackersreuther, Sabrina Knappke, Selina Streb und Sofia Herzog.

Einen starken Spieltag legten die Knaben C in Nürnberg hin. Zum Auftakt zeigten sie gegen den Nürnberger HTC 1 eine sehr gute, konzentrierte Leistung, erspielten sich zahlreiche Chancen und gewannen hochverdient mit 2:0. Auch gegen die Reserve der Nürnberger dominierte man das Spiel und führte bald 2:0. Nachdem der NHTC mit seiner ersten Chance den Anschlusstreffer erzielt hatte, ließen die 48er postwendend ein weiteres Tor zum 3:1-Endstand folgen. Der dritte Gegner, der TB Erlangen, war zugleich der stärkste. Es trafen zwei taktisch sehr gut eingestellte Teams aufeinander, die sich ein sehenswertes Match lieferten. Die 48er gingen in Führung, mussten jedoch etwas unglücklich den Ausgleich hinnehmen. Doch sie schlugen mit dem 2:1 zurück und brachten diesen Vorsprung über die Runden, was den ersten Sieg gegen den TBE bedeutete.

Krankheitsbedingt gab es für die Mädchen D 1 am Samstag in Erlangen leider nichts zu holen. Ersatzgeschwächt verloren die Mädchen ihr erstes Spiel gegen den HTC Würzburg klar mit 0:6. Nachdem sich die 48erinnen auf die veränderte Aufstellung eingestellt hatten, verteidigten sie besser gegen die anderen Mannschaften. Nur das Torschießen gelang weiterhin nicht. So verlor man knapp gegen die HG Nürnberg und den TB Erlangen.

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