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Hockeyjugendtrainer erhalten Zertifikate für ehrenamtliches Engagement

„Ich bin es nicht anders gewohnt, als dass jemand auf freiwilliger Basis seine Freizeit opfert, um Jüngeren das Hockeyspielen beizubringen. Deswegen gebe ich das zurück, was andere damals mir gaben.“ Nick Distler drückt auf die Frage nach seiner Motivation das aus, was auch die anderen jugendlichen Ehrenamtlichen der Hockeyabteilung des TV 1848 Schwabach als Grund für ihr Engagement nennen.

Kürzlich wurden drei junge 48er für ihren Einsatz von den Hockeyfachverbänden ausgezeichnet. Das nationale Zertifikat für Junges Engagement des Deutschen Hockeyverbandes, das an Jugendliche bis 16 Jahre verliehen wird, erhielt Emelie Haas. Die Tochter der Schwabacher Mädchenwartin trainiert und betreut seit ihrem elften Lebensjahr jüngere Kinder, wobei sie mit ihren Schützlingen von den Minis über die D-Mädchen zu den C-Mädchen „mitgewachsen“ ist. Es mache ihr einfach Spaß mit den Jüngern zu arbeiten und deren Fortschritte zu beobachten, erzählt sie.

Zertifikate

Für ältere Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren verleiht der Welthockeyverband FIH das internationale Youth Leadership Certificate, wobei die Anzahl der Zertifikate begrenzt ist. Umso erfreulicher, dass in diesem Jahr zwei nach Schwabach gingen. Eines erhielt eben der anfangs zitierte Nick Distler, der seit sieben Jahren Kindermannschaften trainiert. Zunächst war er Co-Trainer bei den D-Knaben und dann bei den C-Knaben, ehe er die C-Knaben als Hauptverantwortlicher übernahm. Seit der Feldsaison ist Distler Trainer der C- und B-Knaben; selbst Spieler der ersten Mannschaft möchte er dem Nachwuchs nicht nur sportlich, sondern auch vom Engagement her Vorbild sein. Allerdings brauche man auch manchmal eine dicke Haut: „Nicht alles ist immer ein Zuckerschlecken, auch mit manchen Kindern oder Eltern.“ Dafür entschädigten aber die Erfolge, die man mit den Kindern an Spieltagen oder auf Turnieren feiern könne. Dass auch Nick „erblich vorbelastet“ ist, ist selbstverständlich. Auch Mutter Susi ist mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz nicht aus der Abteilung wegzudenken.

Mit Paula Brandl wurde zum zweiten Mal eine Tochter von Abteilungsleiter Gernot Brandl mit dem Zertifikat ausgezeichnet, nachdem ihre Schwester Hannah dieses bereits vor zwei Jahren erhielt. Beide Schwestern sind ebenfalls schon lange als Trainerinnen und Betreuerinnen im Einsatz. Paula wurde nun für ihre Aktivität als Co-Trainerin geehrt. Ihre Karriere begann sie in diesem Amt vor Jahren bei den Mädchen D, in der vergangenen Feldsaison war sie schon zur weiblichen Jugend B aufgestiegen. Als besonders motivierend empfinden beide Schwestern es, wenn es gelingt, die sorgfältigen geplanten Trainingseinheiten erfolgreich in die Praxis umzusetzen, und man dann auch entsprechende Fortschritte bei den Schützlingen sieht. Dann mache das Training sowohl den Trainerinnen als auch den Spielerinnen besonders Spaß, „vor allem wenn man Jahre später sieht, dass die Arbeit sich ausgezahlt hat und die Spielerinnen etwas von dir und dem, was du ihnen versucht hast näher zu bringen, mitgenommen haben“, sagt Paula.

Natürlich freuen sich die jungen Trainerinnen auch ganz besonders über sportliche Erfolge ihrer Schützlinge. So sind sie auch stolz, das einige Schwabacherinnen in den Auswahlkaderlisten des Bayerischen Hockeyverbandes auftauchen, die kürzlich veröffentlicht wurden. Bei den Jahrgängen 2002/03 sind dies Christin Schöne, Jacqueline Weber und Sofia Herzog (D-3-Kader) sowie Emily Haberkern und Mele Wackersreuther (D-2-Kader), bei den Jahrgängen 2004/05 Celina Loy, Nele D’Angelo und Natalija Dobler (D-1-Kader). Bei den Jungs finden sich Patrick Braun (D-3-Kader) sowie Leo Kosmann und Jan Humpenöder (D-1-Kader) in den Listen. Wenn Jaqueline Weber und Sofia Herzog am 21./22.11. am Kaderlehrgang in der Sportschule Oberhaching teilnehmen, werden ihnen die Brandl-Schwestern sicher ganz besonders fest die Daumen drücken.

NickPaulaemelie

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