Goldener Schläger geht wieder nach Österreich (Bericht 18./19.03.17)

Verfasst von Karl-Heinz Probst am .

GSSStark österreichlastig war das Teilnehmerfeld bei der 22. Auflage des Freizeithockeyturniers beim TV 1848 Schwabach am vergangenen Wochenende: Drei der sechs Gästemannschaften, die die „Schwabacher Goldschläger“ begrüßen konnten, kamen aus der Alpenrepublik. Der Wanderpokal in Form eines mit Blattgold überzogenen Hockeyschlägers ging auch nach Österreich, da das Team „Dr. Stone and Friends“ vom HC Wels seinen Vorjahressieg wiederholen konnte.

Aber auch die Lokalmatadore schlugen sich bei dem Turnier, bei dem im Modus „jeder gegen jeden“ mit 20 Minuten Spielzeit gespielt wurde, recht wacker. Zum Auftakt traten die „Goldschläger“ am Samstag gegen das einzige weitere fränkische Team, die „Knoblauchschlenzer“ aus Großgründlach, an. In einem munteren, kämpferischen Spiel gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei die besseren Möglichkeiten auf Schwabacher Seite lagen, doch der Gästetorwart verhinderte einen Torerfolg. Auch als Michael Herzog eine Minute vor Schluss frei vor ihm auftauchte, behielt der Keeper die Oberhand und rettete seinem Team das 0:0. Im zweiten Spiel setzte der Titelverteidiger aus Wels die 48er von Anfang an stark unter Druck, doch konnte beim ersten Konter Jens Hitzinger nach einer Vorlage von Monika Marschel mit einem Schlenzball die überraschende Führung erzielen. „Dr. Stone“ ließ sich davon aber nicht schocken, setzte sein druckvolles Spiel fort und konnte bei zwei schnellen, präzisen Angriffen in der 11./15. Minute das Spiel zum 2:1 drehen. Zwar hatte Jens Hitzinger zum Schluss noch den Ausgleich auf dem Schläger, doch der Welser Torwart reagierte hervorragend und hielt den verdienten Sieg für sein Team fest.

Den ersten Erfolg feierten die „Goldschläger“ gegen die „Wadlbeißer“ vom HC Wiener Neudorf. Nach einem ausgeglichenen Start übernahmen sie nach und nach das Kommando und gingen in der zwölften Minute durch einen Flachschuss ins lange Eck von Andrea Braun verdientermaßen in Führung. Die Chance zum 2:0 kurz vor Schluss wurde zwar vergeben, doch war der erste Dreier perfekt. Furios war der Start gegen die Anhaltiner Blitze vom Osternienburger HC: Schon nach vierzig Sekunden lenkte Jens Hitzinger ein scharfes Zuspiel von Lutz Görgens zum 1:0 in den Gästekasten. Vier Minuten später erhöhte Görgens selbst durch einen Schlenzball vom Schusskreisrand auf 2:0. Die wie immer sicher kombinierenden Gäste aus Sachsen-Anhalt konnten zwar in der zwölften Minute verkürzen, doch mit dem schönsten Tor des Tages entschied Klaus Wiedemann drei Minuten vor Schluss die Partie: Sein überlegter Heber über den liegenden Torwart in den rechten oberen Winkel brachte den 3:1-Endstand.

Das erste Spiel am Sonntagmorgen gegen die „Mötzis“ aus Mödling bei Wien hatte den typischen Charakter einer Partie nach einem langen Turnierabend: Es wirkte etwas zerfahren und zeitweise hektisch. Dabei waren die „Goldschläger“ eigentlich immer am Drücker, erspielten sich dabei aber nur wenige echte Chancen, von denen ein Stecher von Jens Hitzinger, der knapp vorbei ging, und ein Schuss von Lutz Görgens in die Schienen des Torwarts die besten waren. Auf der anderen Seite hatten die Österreicher keinen einzigen Torschuss zu vermelden, so dass es beim 0:0 blieb. Der letzte Gegner von Argo Berlin hatte zuvor stets drei „Goldschläger“ ausgeliehen, da er nur mit einem Rumpfteam angereist war. Nun holte er sich Unterstützung aus Osternienburg und brachte die Schwabacher Verteidigung mächtig ins Schwitzen. Trotz des Drucks der Gäste war es aber Schwabach, das nach fünf Minuten in Führung ging. Klaus Wiedemann führte einen Entlastungsangriff über rechts; bei der Abwehr seines Passes nach innen behinderten sich der Torwart und ein Verteidiger, so dass Andrea Braun als lachende Dritte aus einem Meter einschieben konnte. Argo drückte weiter und wollte schon in der zehnten Minute über den Ausgleich jubeln, doch brachte Torwart Wolfram Schröttel seinen Schläger noch irgendwie an die Kugel, die auf dem Weg ins Tor war. Ein schöner, schneller Spielzug erbrachte freilich eine Minute später doch den Ausgleich. Der Rest der Spielzeit war weitgehend ein Schwabacher Abwehrkampf, der mit etwas Glück überstanden werden konnte, so dass es beim 1:1 blieb.

Freizeit_siegerehrung

Zur Siegerehrung hatten sich Stadtverbandsvorsitzender Helmut Gruhn und Gerda Braun als Vereinsvorsitzende des TV 1848 Schwabach eingefunden und konnten dem Heimteam immerhin zum dritten Platz mit neun Punkten gratulieren. Den goldenen Schläger jedoch überreichten sie an die Gäste aus Wels, die mit 13 Punkten zwei Zähler mehr als Argo auf dem Konto hatten.

Folgende „Goldschläger“ waren im Einsatz: Andrea Braun, Bella Drozynski, Lutz Görgens, Michael Herzog, Jens Hitzinger, Monika Marschel, Anja Meßberger-Haas, Werner Romann, Gerhard Schneider, Wolfram Schröttel, Kornelia Weiß, Klaus Wiedemann; Trainer Boris Rembeck.

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