Basketballdamen gewinnen Bezirkspokal, Herren sind Vizepokalsieger

Verfasst von Jonas Leimert am .

IWEB_2015-05-16_0352n der Hans-Hocheder-Halle fand das Finale im „Final Four" um den Bezirkspokal statt. Die Damen II des TV 1848 Schwabach schafften es auf Platz eins, die Herren I auf Platz zwei. Damit haben sich beide BOL-Mannschaften der 48er für die Teilnahme am nächsten Bayernpokal qualifiziert.

Das war ein Saisonabschluss so ganz nach dem Geschmack der Schwabacher Basketballer: Nicht ganz unerwartet holten die Damen II, bereits Meister der Bezirksoberliga, in der Hans-Hocheder-Halle den Bezirkspokal und haben damit das nicht ganz alltägliche „Double" geschafft. Wenig später unterlagen die Herren I im Finale am selben Ort zwar dem Überflieger Treuchtlingen, boten dabei aber eine ganz passable Leistung. Der Lohn: Beide Mannschaften der 48er haben sich für die Teilnahme am nächsten Bayernpokal – Beginn im Herbst – qualifiziert. Das werden interessante Leistungsvergleiche.

Erster gegen Zweiter im Halbfinale

Im ersten Halbfinale traf die Damen II des TV 48 auf den schärfsten Konkurrenten der BOL-Punktspielsaison, den Tabellenzweiten TuSpo Heroldsberg. Allerdings war der Gast nur mit sechs Spielerinnen angereist. Schwabachs Coach Jonas Leimert konnte dagegen aus dem Vollen schöpfen. Drei Spielabschnitte lang hielt Heroldsberg das Spiel offen (14:13, 13:7, 8:13). Beim Zwischenstand von 35:33 nach dem dritten Viertel drehten die Schwabacher Mädels aber den Hahn zu oder auf – eine Frage des Blickwinkels. Jedenfalls ging der Schlussabschnitt mit 17:5 an die Gastgeber, die kurze Personaldecke bei Heroldsberg mag da mit dazu beigetragen haben. Endstand 52:38. Finale. Stark war Jana Goldmann aus der U15, die dem Gast vier Würfe von der Dreierlinie eingeschenkt hatte.

Im zweiten Halbfinale hatte das Team des Nürnberger Post-SV, Fünfter der BOL, den Kreisligameister CVJM Erlangen II mit 60:48 geschlagen, somit stand die Finalpaarung mit TV 48 gegen Post-SV Nürnberg.

Deutlicher Sieg im Finale

WEB_2015-05-16_0421Die Favoritenstellung der Einheimischen war klar und wurde gleich im ersten Viertel mit 26:13 bestätigt. Noch ein 14:5 drauf gesetzt, und zur Halbzeit (40:19) war der Weiher gefischt. Coach Leimert hatte schon im zweiten Durchgang munter durchgewechselt, ohne einen Qualitätsverlust seines Teams konstatieren zu müssen. Das 10:10 und 10:12 nach der Halbzeitpause war nur noch Ergebnisverwaltung. Endergebnis: 60:41.

Bei der Beurteilung des Spiels mögen die Meinungen auseinandergehen. Es gab viel Licht, aber durchaus auch Schatten. Was aber bei aller Kritik aber nie vergessen werden darf: Die Damen II sind eigentlich Juniorinnen, soll heißen: Das Durchschnittsalter liegt unter 17, und die „Leitwölfe" sind zwei 20-Jährige. Eine davon, Katha Kreklau, spielt üblicherweise nicht in der „Zweiten" und war vom Coach als letztlich nicht benötigter „Rettungsassistent" aufgeboten worden. Fazit: Ein toller Saisonabschluss eines Kaders, der dem TV 48 – hoffentlich – noch lange und viel Freude bereiten wird.

Ein Derby im Halbfinale der Herren

WEB_2015-05-16_0237Beim Final Four der Männer schaffte es Gastgeber TV 48 Schwabach durch einen Derbysieg ins Finale. Acht Wochen (!) nach Abschluss der Punkterunde trafen in der Hochederhalle die Einheimsichen noch einmal auf den Nachbarn des SC Großschwarzenlohe.

Es war zunächst ein rechtes „Gestöpsel". Ein 7:8 nach dem ersten Viertel ist man eher bei Basketball-Knirpsen, weniger bei Erwachsenen gewohnt. Im zweiten Abschnitt (13:7) kam Schwabach allmählich auf Touren, 20:15 führte der Gastgeber zur Halbzeit. Die Kabinenansprache des Schwabacher Coaches Alfred Stephan schien seine Jungs gelähmt zu haben, denn die erzielten in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels gerade mal vier Korbpunkte. Jetzt war der SCG wieder dran (23:22). Dann fing sich Schwabach, zog auf 31:24 davon, und Großschwarzenlohe war geknackt. 16:11 endete die Spielperiode, 36:26 führte Schwabach zu Beginn des letzten Viertels. Hier ließen sich die 48er die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit 16:13 holten sie sich auch diesen Abschnitt und zogen mit einem 52:39 ins Finale ein.

Gut mitgespielt

Im zweiten Halbfinale gewann Überflieger VfL Treuchtlingen II – ungeschlagener BOL-Meister und Bayernligaaufsteiger – gegen den „Vize" CVJM Erlangen II klar mit 82:60 und qualifizierte sich damit ebenso wie Schwabach fürs Finale.

Bei den 48ern war man sich im Klaren, dass es gegen Treuchtlingen nur wenig bis nichts zu erben geben würde, und so stand es tief in der dritten Spielminute bereits 0:6, als Yannick Rapke für die 48er erstmals den Ball durch die Reuse brachte. Aber die Schwabacher Defense stabilisierte sich, die Offense wurde frecher, und vielleicht waren die Treuchtlinger auch etwas unvorsichtig. Jedenfalls konnten die Einheimischen mit dem 19:22 des ersten Viertels ganz gut leben. Der BOL-Meister legte mehr als einen Zahn zu, schenkte den 48ern unter anderem vier Dreier ein und – zur Überraschung aller – Schwabach hielt mit. Noch besser als im ersten Durchgang, 21:22 im zweiten Viertel und zur Halbzeit gerade mal vier Korbpunkte (40:44) hinten.

Kurzzeitige Führung

WEB_2015-05-16_0460Nach der Halbzeitpause ging alles schwerer. Natürlich hofften Coach Alfred Stephan und die Jungs insgeheim noch auf eine Sensation. Obwohl die 48er schließlich auch noch in Führung lagen (24., 48:45), mussten sie dann doch unter dem immer stärker werdenden Druck des VfL nachgeben. Sie gaben das dritte Viertel 15:18 ab und den Schlussabschnitt mit 14:19. Das 69:81-Endergebnis war aber aller Ehren wert. Der Lohn: Die Qualifikation für den Bayernpokal. Fazit: Ein verdienter Sieg für Treuchtlingen und auch für die 48er Herren. Nach dem nicht erwarteten vierten Platz in der BOL ein durchaus zufriedenstellender Saisonabschluss.

Weitere Bilder und Infos finden sich auf basketfoto.de und im Schwabacher Tagblatt und auf der Homepage der Basketballabteilung

Quelle: Schwabacher Tagblatt vom 21.05.2015

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